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Mit der Lufthansa A380 über die Alpen! Be part of it!

Große Ereignisse mit großen Flugzeugen sollten groß gefeiert werden, so die Meinung der Lufthansa, als diese ihren zweiten Airbus A380 Anfang Juli 2010 in Empfang nehmen durfte. Und weil fast alle Flieger der Flotte einen Taufnamen haben, durfte auch hier kein weißer Fleck auf dem frischen Lack bleiben. Getauft werden sollte die A380 auf den Namen „München“, weshalb sich diese am 28. Juli 2010 auf den Weg in Richtung der bayerischen Landeshauptstadt machte.

Als Schmankerl für alle Interessierten hatte Lufthansa zwei Rundflüge ab München über die Alpen angeboten, die ca. drei Wochen im Voraus buchbar waren. So gab es ab 99€ bis 999€ das Vergnügen, als  einer der Ersten im neuen Flagschiff der Lufthansa mit zu fliegen. Der Erlös der beiden Flüge sollte an die „Lufthansa HelpAlliance“ gehen. Seit Oktober 2009 werden weltweit 14 Projekte durch die Mitglieder der Organisation persönlich betreut. Dazu gehören Schulen, Ausbildungseinrichtungen, Waisenhäuser, Straßenkinderprojekte, Existenzgründungen und Buschkrankenhäuser in Afrika, Asien und Lateinamerika. http://www.help-alliance.com/de/

Früh morgens um 6.40 Uhr setzte dann der Super-Airbus mit der Registration D-AIMB auf der Südbahn des Flughafen Münchens zu seinem Antritts- und Taufbesuch auf, sehr zum Leidwesen einiger früh aufstehender Spotter, die erst mit der Ankunft um 7 Uhr gerechnet haben. Auch ich konnte mir diese Chance natürlich nicht entgehen lassen und habe diesen Tag fest in meinen Terminkalender eingeplant, zumal ich das Glück hatte, eines der begehrten und innerhalb weniger Stunden ausverkauften Tickets für die Alpenrundflüge zu ergattern.

Die Taufzeremonie, durchgeführt von der Frau des Münchner Oberbürgermeisters, fand am Vormittag im Hangar der Lufthansa Technik statt, worauf die A380 danach ihren ersten der beiden Rundflüge absolvieren sollte. Mit einer Dauer von ca. 1 ½ Std. pro Flug sollte es im Tiefflug über die Alpen gehen bevor man wieder in München landen wollte.

Wie schon 2007, als der damalige Prototyp von Airbus dem Flughafen einen Besuch abstattete, lockte das Schauspiel wieder zahlreich die Flugzeugfans im Laufe des Tages an den Airport.:






Nachdem alle Passagiere erfolgreich für den ersten Rundflug gebordet hatten …:


… wurde gepusht, und die „München“ rollte in Richtung 26L, von wo sie aus starten sollte.:


Unterwegs gabs noch ein Meet & Greet mit der großen Lufthansa-Schwester A340-600, die gerade gelandet war und von der Bahn abrollte.:


Entlang des Zaunes hatten sich schon die Menschenmassen versammelt um den ersten Start an diesem Tag mit zu erleben.

Mit einer leichten Verspätung ging es dann in den Himmel über München und die Alpen.:

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Nun war Warten und die Zeit verbringen angesagt, bis gegen 15 Uhr die D-AIMB wieder in München landen sollte.

Mittlerweile war auch am Besucherhügel und rund um das Tor davor der Andrang recht hoch.:
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Fast pünktlich um 15 Uhr war dann der erste Flug vorbei und die „München“ setzte sicher unter den Blicken der zahlreichen Schaulustigen wieder auf der Südbahn auf.:

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Da ich für den zweiten Flug an diesem Tag ja ein Ticket besaß, habe ich mich dann sofort nach dem Aufsetzten in mein Auto gesetzt, um den Massen zuvor zu kommen und habe mich schleunigst auf den Weg in Richtung Terminal 2 gemacht.

Bis 15.45 Uhr stand der Check-In-Schalter offen, an dem ich dann auch prompt meine Bordkarte erhielt.:


Das Buchungssystem scheint bei Startdestination gleich Zieldestination etwas überfordert zu sein, weshalb laut System in Oberpfaffenhofen unsere Landung „erfolgen sollte“.:


Flug:
Strecke: MUC (München / Franz-Josef Strauß) – MUC (München / Franz-Josef Strauß)
Datum: 28.07.2010
Airline: Lufthansa
Flugnummer: LH 381
Zeit: 17.00 UTC+1 – 18.30 UTC+1
Reg.: D-AIMB
Typ: Airbus A380-841 / cn 041
Auslastung: 526/526 (100%)
Besonderheiten: Alpenrundflug anlässlich der Taufe

Angekommen am Gate stand auch schon der Alpenrundflug an den Monitoren, wobei die meisten Passagiere sich an der Fensterfront aufhielten, …:


… um ein Foto des Super-Airbus zu machen. Ich auch! Da stand sie also, DIE A380, majestätisch, prachtvoll und doch so klein von vorne betrachtet.:


Zügig wurde dann über drei Gates gebordet, wobei der ein oder andere nochmals ein Erinnerungsfoto von der Gangway aus machte.:


Zur Begrüßung gab es einen kleinen A380-Pin zum anstecken in die Hand. Danach war das Suchen des eigenen Sitzplatzes angesagt.:


Meine erste Tätigkeit nachdem ich meinen Platz eingenommen hatte war, das Inflight Entertainment System einzuschalten. Begrüßt wird man in den verschiedensten Sprachen, wobei die Auswahl über das berührungsempfindliche Touchpanel erfolgt.:




Als erstes habe ich dann gleich die Onbord-Kameras ausprobiert, bei denen mir gleich dieser nette Herr auf meinem Bildschirm erschien, der noch mal seine Verwandtschaft, die im Flieger saß, durch die Bugradkamera und über sein Mobiltelefon grüßte.:


Kurz vor dem pushen habe ich dann noch mal die Gelegenheit genutzt, um ein paar schöne Cabin-Shots der vollbesetzten Economy-Class zu machen. Hier das zweite Compartment mit den Reihen 60 bis 74.:


Im dritten Compartment von Reihe 74 bis 87 wurde schon heftigst „getouched“ und das Entertainment-System auf seine erste Bewährungsprobe gestellt.:


Kurz bevor es losging, habe ich mich dann auch den Onbord-Kameras gewidmet, mit denen man einen tollen Ausblick auf die Abläufe am Boden hat.:




Nach dem kurzen Safety-Video konnte es dann losgehen.:


Mittlerweile hatte es angefangen stark zu regnen, was meinen Sitznachbar, der am Fenster saß, nicht davon abhielt, mit seinem Iphone ein kleines Video zu drehen.:


Auf dem Weg zur 26L.:


Ja, und dann ging’s los! Mit einer mir bis dato bei Flugzeugen unbekannten Leichtigkeit hob die „München“ von der Startbahn ab, dass man fast nichts spürte. Ein wirklich atemberaubendes Gefühl. Das Flugzeug liegt so gut in der Luft, als könnte es ein Fels in der Brandung sein. Nichts wackelt, nichts klappert, kein rütteln, rein gar nichts! Genial!
Leider verdeckte der Regen beim Start bei allen Kameras die Sicht, so dass ich davon leider kein schönes Bild habe.
Ein nettes Gimmick war dann noch das „wackeln“ mit den Flügeln kurz nach dem Take Off, ein fliegerischer Gruß an den Flughafen München.

Auf Höhe des Kloster Andechs wurde dann erstmal eine bayerische Brotzeit verteilt, …:


… bestehend aus einer Laugensemmel mit Allgäuer Käse und einem Radi, drei kleinen Würstchen und einer kleinen Schokowaffel. Auch hier machte die A380 eine gute Figur, denn die Frischluftversorgung hielt, was sie versprach. Frische Luft, nachdem 526 Paxe ihren Allgäuer Käse auspackten und für kurze Zeit ein deftiges Aroma durch den Flieger zog.:


Irgendwo über den Alpen habe ich dann einen kleinen Rundgang durch die Eco unternommen und meinen Sitzplatz einer kleinen Studie unterzogen.

Direkt vor Reihe 50 vor den Plätzen H, J und K befindet sich in der Galley dieser Kontrollmonitor, der zum Zeitpunkt des Fotos den Zustand der Türverriegelung anzeigt.:


Reihe 76, die Plätze D, E, F und G:


Der Sitzabstand ist nicht übermäßig aber dennoch ausreichend. Zumindest hat man nicht das Gefühl, wie in der Boeing 747 in einer Sardinenbüchse zu sitzen. Hier zu sehen an meinem Platz, 70J.:


Wie üblich, befindet sich in der Armlehne das Bedienfeld für die schnelle Wahl der Radio- und Filmprogramme, Lautstärke sowie die Lampe über einem. Bei Wünschen und Fragen kann man auch über den entsprechenden Knopf einen Flugbegleiter herbeirufen. Ebenfalls befindet sich an der Seite der Armlehne der Doppelstecker für die Kopfhörer.:


An der Unterseite der Lehne gibt es zwei Anschlüsse, einen USB-Stecker für Wechselmedien sowie einen Ethernet-Anschluß. Ausprobieren konnte ich leider beides nicht.:


Über einem, die nicht verstellbaren Lampen.:


Und zuletzt noch ein kurzer Blick ins Menü des IFE, sowie des Flightstatus.:
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Wie schon beschrieben, hatte es bei Start in München stark angefangen zu regnen, weshalb auch über dem Süden Deutschlands und über den restlichen Gebieten der Alpen dichte Wolken hingen. Schon alleine deshalb war ich relativ froh, die günstigste Kategorie, nämlich Economy mittig für 99€ gebucht zu haben. Der Aufpreis für einen Fensterplatz zu 199€ in der Economy-Class hätte sich an diesem Tag nicht gelohnt, zumal die Flügel des Airbus fast das gesamt zweite und dritte Compartment überspannen. Bei einer Flügelfläche, die eine Boeing 747 um 54% übersteigt, kein Wunder.

Durch das Cockpit frühzeitig angekündigt, haben wir in Salzburg einen Anflug durchgeführt, um danach einen Go-Around einzuleiten. Hier über Schloss Hellbrunn.:


Anflug auf die Runway 34 in LOWS.:


Und dann ging’s auch schon zurück nach MUC, wo wir mit einer reinen Flugzeit von 1Std. 44min wieder auf der Südbahn aufsetzten.:


Schöner Vortex-Effekt am Wing.:


Nach dem Regenschauer hatten es doch noch zahlreiche Interessierte auf dem Besucherhügel und davor ausgehalten, die zweite Landung mit zu verfolgen.:


Die letzten Meter bis zur finalen Parkposition.:


Unerwarteter Weise habe ich dann beim Debording noch das Angebot bekommen, an einer Pressetour der Lufthansa durch die „München“ teilzunehmen. Da während des Fluges für Passagiere der Economy-Class nicht die Möglichkeit bestand, ein Blick in die First- und Business-Class zu werfen (verständlich, denn wer 999€ für das Ticket bezahlt, will keine 400 Eco-Paxe an sich vorbeilaufen sehen), habe ich natürlich diese Gelegenheit dankend angenommen, um einen Blick in die oberen Compartments zu werfen.

Von einer freundlichen Mitarbeiterin der Lufthansa wurden die Pressevertreter zuerst durch die First-Class geführt, wobei jeder nach Lust und Laune sitzen, probieren und schauen durfte.:


Insgesamt bietet die First-Class acht Passagieren jeden Komfort, den man sich auf einem Langstreckenflug wohl wünschen kann.:


Das Bedienfeld, mit dem man den Sitz in jede erdenkliche Position bringen kann. Ich habe es selber ausprobiert und es für gut befunden. ;-) :


Dann ein kurzer Blick in die Toilette der First. Auch hier ist die typische Lufthansa-Rose der First zu finden.:


Na ja, ein bisschen mehr Platz hat man schon, aber letztendlich sind auf diesem Plätzchen (wenn man drauf sitzt) alle Menschen wieder gleich.:


Danach ging’s weiter in die dahinter liegende Business-Class, die mit einer doch recht hohen Anzahl an Sitzen aufwartet. Insgesamt gibt es 98 Sitzplätze, deren Aufteilung in zwei Compartments zu je 2/3 und 1/3 stattfindet.:




Zu guter letzt gab’s auch noch einen Blick in das Cockpit der „Mike Bravo“, dass wirklich sehr geräumig ausgefallen ist. Kapitän Müller auf dem Sitz des F/O begrüßte nochmals die Gäste und nach einem kurzen Small-Talk war die Tour dann auch schon zu Ende.


So das war’s wieder einmal. Ich hoffe, der Bericht hat euch die Ereignisse um den 28. Juli in München ein wenig näher gebracht und hat euch ein paar interessante Einblicke in das neue Flagschiff der Lufthansa-Flotte gegeben.

 
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