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Fighterpower @ ELITE 2010

Zum wiederholten Male fand 2010 vom 17. Juni bis zum 1. Juli die Übung ELITE (Electronic Warfare Live Training Exercise) zur elektronischen Kampführung im süddeutschen Raum statt. ELITE wird derzeit in einem zweijährigen Rhythmus durchgeführt und ist eine komplexe Übung des elektronischen Kampfes (EK).

Die Übung stellt einen Höhepunkt der Einsatzausbildung des Führungs- und Funktionspersonals der Flugabwehrkräfte, des Einsatzführungsdienstes und der fliegenden Besatzungen mit dem Schwerpunkt EK dar. ELITE entstand 1991 aus einer gemeinsamen Übung des Jagdbombergeschwaders 32 mit der Flugabwehrraketengruppe 43, die zur Vorbereitung der fliegenden Besatzungen auf die US-Übung "Red Flag" diente. (Quelle: www.luftwaffe.de)

Auch dieses Jahr hatte die Luftwaffe wieder Planespotter und Interessierte eingeladen, ELITE fotografisch zu begleiten. Auf meinem Programm standen am 22. Juli der Besuch des Truppenübungsplatz Heuberg sowie am 24. Juli der Spottersday beim JaboG 32 in Lagerlechfeld.


Teil I - 22. Juli 2010 – Truppenübungsplatz Heuberg

Los ging’s am 22. Juli mit dem Spottersday auf dem Truppenübungsplatz Heuberg.
Gemäß allen Wettervorhersagen sollte den ganzen Tag über die Sonne scheinen und so traf sich die Spottergemeinde um 7.00 Uhr morgens vor der Zollernalb-Kaserne in Meßstetten auf der Schwäbischen Alb.





Vor der Anmeldung gab es noch eine kleine Einweisung bezüglicher des Verhaltens auf dem Truppenübungsplatz bevor es dann mit den bereitgestellten Bussen und einer kurzen Verspätung in Richtung Schießbahn 10 ging.



Um eine kurze Übersicht der vor Ort gegebenen Möglichkeiten zu präsentieren, habe ich diese kleine Grafik erstellt.:


Am Anfang war langes Warten angesagt, bis sich gegen 9.30 Uhr die ersten Maschinen hoch oben am Himmel angekündigten. Im Hintergrund sieht man die Pressetribüne für die geladenen Gäste sowie Medienvertreter.:


Der erste Tiefflieger war dann dieser britische Tornado GR.4A, ZG709:


Gegen Mittag kamen die CH-53 der Luftwaffe zum Einsatz, und haben ihre Flares …:


… gegen das Mistral-MANPAD der Österreicher eingesetzt.:


Danach, kurz aus der Deckung und für alle Spotter traumhaft über uns hinweg, diese CH-53.:


Auch die Schweizer kamen zum Zuge und durften ihre Aérospatiale AS 332 Cougars unter Beweis stellen.:


Gegen Mittag hatte dann der Himmel zugezogen, und erschwerte die Bedingungen zum Fotografieren erheblich.

Zur zweiten Nachmittagsrunde kam dann ein Neuburger Eurofighter vorbei, der es über unseren Köpfen erstmal richtig krachen ließ.:


McDonnell Douglas F/A-18D Hornet, J-5236 der schweizer Luftwaffe mit ordentlichem Vortex am Wing.:


Tiefer Überflug eines deutschen Tornados bei dem wieder einmal die Nachhaltigkeit eines Gehörschutzes auf solchen Veranstaltungen zum tragen kam.:




Und als letztes Bild vom Heuberg der Lechfelder Tornado ECR, 46+54 beim Vorbeiflug.:



Teil II - 24. Juli 2010 – Jagdbombergeschwader 32 in Lagerlechfeld

Wie schon auf dem Heuberg, war auch dieses Mal wieder früh aufstehen angesagt. Laut den Organisatoren hatten sich dieses Jahr wieder ca. 500 Spotter beim Jagdbombergeschwader 32 in Lagerlechfeld angemeldet, was wiederum für die Einzigartigkeit dieses Events bei der Luftwaffe steht. Eine perfekte Umsetzung des Spotterdays seitens des Geschwaders spricht eben für sich. So traf man sich gegen 7.30 Uhr in der Schwabstadl-Kaserne um die Anmeldungsformalitäten zu erledigen um danach wieder in die bereitgestellten Busse einzusteigen und auf das Lechfeld zu fahren. Dieses Jahr hatten die Organisatoren drei Spotterpositionen bereitgestellt, zwischen denen ein Pendelverkehr eingerichtet war. So konnte man nach den Starts zur Bahnmitte oder dem Bahnende fahren, um dort aus anderem Blickwinkel die weiteren Manöver zu beobachten.

Den Anfang machte wie immer der „Wetter-Tornado“, der die Lage um den Heuberg erst einmal wettertechnisch sondierte.:


Und dann gings „Schlag auf Schlag“. Die beiden norwegischen Dassault Falcon (Mystere) 20ECM, mit den Markings 041 und 053 machten sich zum Start auf.:


Kurz darauf gefolgt von den Gastgebern des JaboG 32.:




Unvorstellbar, welcher Schub hinter diesen beiden Turbo-Union RB199-34R Mk-103 Turbofans steht, wenn maximal 62kN ihre Kraft entfalten. Die ganze Erde hat, ohne zu übertreiben, gebebt! Wahnsinn!:


Deutscher IDS-Tornado, 43+37 beim Eindrehen auf Runway 21.:


Der eigentliche Star und hochbegehrtes Fotomotiv aber waren natürlich wieder die Türken mit ihren Phantoms.:


77-0286 und 77-0298 beim Warten auf die Startfreigabe. Leider fehlte den modernisierten türkischen F-4E Terminator 2020 das letzte Quentchen Phantom, nämlich der Ruß.:


Polens Luftwaffe war dieses Jahr unter anderem mit ihren Lockheed Martin F-16DJ Fighting Falcon vertreten, hier die 4086. Die im Block 50/52 Plus gefertigten Maschinen besitzen die neueste Avionik und tragen die charakteristischen Conformal Fuel Tanks (CFT), welche über 850 Liter zusätzlichen Stauraum für Avionik hinter dem Cockpit verfügen.:


Ein Gruß an Fotografen beim Start.:


Zwischendurch gab es dann auch mal wieder einen deutschen „Toni“.:


Vom JaboG 33 in Büchel war dieser Tornado IDS, 45+86 mit von der Partie.:


Britischer Tornado GR.4A, ZG709 beim Start in Richtung Heuberg.:


Begleitet vom klicken der Fotografen, …:


… machten sich gegen Mittag auch die zwei Weiteren der insgesamt vier türkischen Phantoms auf.:


Ein Gruß an die Spotter, …:


… bevor es über die Runway 03 raus ging.:


Spaniens Luftwaffe war wieder mit McDonnell Douglas EF-18A-23-MC+ Hornets vertreten, hier die C.15-31:




Gegen Ende des Spotterdays kamen dann die Jets wieder nach Lagerlechfeld zurück.:




Hier noch mal die beiden norwegischen Dassault Falcon (Mystere) 20ECM.:


Die 041 von vorne.:


Den Abschluss meines Berichtes bilden 2 deutsche „Tonis“, die einen Überflug machten, ….


… und von den Fotografen nochmals ordentlich ins Visier genommen wurden.:


Ein herzlicher Dank geht an dieser Stelle an die Organisatoren der beiden Fototage der Luftwaffe. Ohne ihre zielgerichteten Bemühungen um die große Anzahl der Planespotter wären wir um viele wunderbaren Augenblicke und vor allem Fotos ärmer. Herzlichen Dank!

 
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